Kunststofffenster

Veröffentlicht von
jeanvdmeulen / Pixabay

Kunststofffenster haben gibt es mittlerweile seit über 60 Jahren. Entstanden ist das Kunststofffenster aus der Idee heraus ein robusteres Fenster zu entwickeln, welches wesentlich wetterresistenter als die bis dahin üblichen Holzfenster war.

Aus diesem Grundgedanken heraus haben sich mittlerweile zahlreiche verschiedene Kunststofffenster-Hersteller entwickelt. Die Firmen haben sich auf die Produktion der Fenster aus Kunststoff spezialisiert, daraus sind unter anderem viele namhafte deutsche Hersteller entwickelt. Unter anderem haben Profilhersteller wie Schüco, Veka, Gealan und Aluplast sich weltweites Ansehen erarbeitet.

Aufbau eines Kunststoff-Fensters

3-fach-Verglasung
_Alicja_ / Pixabay

Moderne Kunststofffenster bestehen derzeit 6 bis 8-Kammern. Das heißt, das Kunststoffprofil des Fensters hat insgesamt dementsprechend viele Luftkammern. Jede zusätzliche Luftkammer sorgt für eine verbesserte Wärmedämmung. Ebenso zählt eine 3-fach-Verglasung mittlerweile zum Standard. Der Randverbund der Glasscheibe wird nur noch selten mit einem Aluminium-Abstandhalter versehen. Mit Kunststoff ummantelte Edelstahl-Randverbunde und hochisolierende Composite Kunststoffrandverbunde haben den Markt stark erobert. Um die Stabilität der Kunststoffenster zu gewährleisten sind in den einzelnen Fensterprofilen Stahlarmierungen eingearbeitet. Auch die 3. Mitteldichtung hat sich mittlerweile zu einem neuen Standard entwickelt. Es handelt sich hierbei um eine Dichtung, welche die Kältebrücke zwischen Fensterrahmen und Fensterflügel nochmals unterbricht.

Normwerte für Kunststoffenster

Um die Normwerte der Energiesparverordnung (EnEV) gerecht zu werden mussten die Profile stets weiterentwickelt werden. Die Engeriewerte eines Kunststofffensters können in drei Kategorien unterschieden werden: Den Uf-Wert welcher den U-Wert des Fensterrahmens angibt, den Ug-Wert welcher den U-Wert der Verglasung wiederspiegelt und dem Uw-Wert. So gibt zum Beispiel der Uw-Wert (Wärmeverlustkoeffizient) eines Kunststofffensters an, wie viel Wärme verloren geht. Der U-Wert hingegen zeigt an, welche Menge an Energie innerhalb einer Stunde durch eine Fläche von 1 m² fließt. Als Berechnungsgrundlage für die U-Werte fließen viele verschiedene Aspekte des Kunststofffensters mit ein. Ausschlaggebende Werte sind hier unter anderem die Gesamtfläche des Fensters, die Art der Verglasung, der Glasrahmenverbund, die Rahmentiefe und die Rahmenbreite. Festgelegt werden die U-Werte anhand eines Normfensters mit den Maßen 1230mm Breite und 1480mm Höhe.

Passivhausfenster als neuer Standard

Winter Kunststoffenster
martinagreen / Pixabay

Energiesparen und der ökologische Gedanke wird immer größer geschrieben. So wurde mit der letzten Änderung der EnEV im Jahr 2016 nochmal konkretisiert an welcher Stelle beim Hausbau nochmals Energie eingespart werden kann. Beim Thema Fenster steht hier das Passivhaus-Fenster hoch im Kurs. Es handelt sich hierbei zum Beispiel um ein Fenster, welches einen Uw-Wert von 0,8 oder besser besitzt. Als neuer Standard ist hier verbaut: Von der 3-fach-Verglasung mit hochisolierenden Composite-Kunststoffrandverbund bis zur 3. Mitteldichtung lässt sich alles realisieren.

Die Vorteile solcher Kunststoffenster sind nicht von der Hand zu weisen: Im Winter lässt sich durch die gute Wärmedämmung der Fenster kräftig Heizkosten sparen, im Sommer hingegen bieten die gut isolierten Kunststofffenster den Vorteil die Wärme außerhalb des Hauses zu lassen.

Kommentar hinterlassen